the european pet food industry

Sanfte Verlockung

  • Date: 11 May 2010
  • Topic:

So hören Stubentiger aufs Wort


Katzen gelten als eigensinnige Wesen, die sich nicht leicht erziehen lassen. Vor allem an sonnigen Tagen, an denen es draußen viel zu entdecken gibt, haben viele Samtpfoten wenig Interesse, sich in Haus oder Wohnung aufzuhalten. Mit ein wenig Einfühlungsvermögen und Geduld können Katzenhalter ihren Tieren jedoch beibringen, auf Zuruf zu ihnen zu kommen.
„Wenn man das Herkommen attraktiv macht und der Lockruf für die Katze etwas Positives bedeutet, kann man ihr einfach beibringen, auf ihren Namen zu hören“, erklärt Helga Hofmann, Autorin mehrerer Katzenratgeber. „Am besten übt man anfangs zur Futterzeit, indem man beim Herrichten des Futters mit lockendem Tonfall den Namen der Katze ruft.“ Junge Katzen lernen besonders schnell. Sie lassen sich auch mit einem Spielchen anlocken, während ältere Katzen sich über zusätzliche Streicheleinheiten freuen.
Wichtig ist in jedem Fall, dass man das Rufen des Namens nur mit für die Katze positiven Erlebnissen verknüpft. „Man sollte die Katze nie liebevoll rufen und sie dann in die Transportbox setzen, um sie zum Tierarzt zu bringen“, so Hofmann. „Auch, wenn man mit ihr schimpft, sollte man die Katze nicht bei ihrem Namen nennen. Das wird sie sich merken und in Zukunft eher fernbleiben, wenn sie ihren Namen hört.“
Wenn die Katze mal nicht sofort auf das Rufen reagiert, sollten „ihre“ Menschen gelassen bleiben: „In solchen Situationen kann man versuchen, stärkere ‚Lockmittel’ einzusetzen, zum Beispiel indem man mit dem Futternapf klappert oder mit der Futterpackung raschelt“, empfiehlt Hofmann. „Eine Katze lässt sich aber nicht so konsequent dressieren wie ein Hund. So sind Freigänger vielleicht gerade mit etwas Spannenderem als dem eigenen Heim beschäftigt. Irgendwann werden sie schon nach Hause kommen.“
Wichtig: Wenn die Katze verspätet nach Hause kommt, sollte man auf keinen Fall mit ihr schimpfen. Sie bezieht die Schelte sonst auf das Wiederkommen und bleibt in der Folge womöglich dauerhaft fern.
Wer mehr über die richtige Kommunikation mit seiner Katze erfahren möchte oder Erziehungstipps sucht, findet zahlreiche Informationen unter anderem im Ratgeber „Katzensprache“ von Helga Hofmann (GU Verlag). IVH